Was ist ein Trauma?

Trauma bedeutet übersetzt „Wunde“ und ist als eine tiefe seelische Verletzung zu verstehen. Auslösend für ein Trauma sind belastende Ereignisse wie Unfälle, Erkrankungen, Naturkatastrophen oder das Erleben von seelischer oder körperlicher Gewalt, in der Menschen vom Verlust der eigenen körperlichen Unversehrtheit oder der eines anderen bedroht sind oder diese erleben. Auch emotionale Vernachlässigung sowie schwere Verlusterfahrungen können als traumatisierend erlebt werden. Diese Gegebenheiten übersteigen die zur Verfügung stehenden Bewältigungsmechanismen von Individuen und sind mit Gefühlen von starker Angst, Ohnmacht, Hilflosigkeit und tiefster Verzweiflung verbunden.

Umgangssprachlich spricht man von einem Trauma bei verschiedenen leidvollen Erfahrungen, im medizinischen Bereich ist der Begriff jedoch für eine klare Diagnostik psychischer Beschwerden wie oben genannt definiert. Nach einem Trauma ist für die Betroffenen nichts mehr so wie es vorher war.

Wie entstehen Traumafolgestörungen? ( z.B. posttraumatische Belastungsstörung, dissoziative Störungen, psychosomatische Beschwerden, Schmerzstörungen)

Die Wirkungen eines Traumas sind nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Es kommt zu einer Überforderung des angeborenen Stresssystems, wodurch das traumatische Erlebnis nicht angemessen verarbeitet und in den Erfahrungsschatz integriert wird. Dadurch ist es möglich, dass der Körper auf einem erhöhten Stressniveau bleibt, sozusagen in Alarmbereitschaft und es entwickeln sich ggf. Folgebeschwerden.

Die Bewältigung und Integration eines Traumas hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. die persönliche Lebensgeschichte, die eigene Verfassung zum Zeitpunkt des Traumas, Risiko- und Schutzfaktoren und auch die Schwere sowie Dauer der traumatischen Erfahrung. Häufig sind Menschen in der Lage traumatisierende Erlebnisse gut zu verarbeiten und hinter sich zu lassen, so dass sie davon nicht mehr beeinträchtigt werden.

Durch das Zusammenkommen mehrerer belastender Faktoren ist es möglich, dass posttraumatische Beschwerden über einen längeren Zeitpunkt von Monaten oder sogar Jahren bestehen bleiben und man spricht von einer Traumafolgestörung.

Welche Beschwerden können sich bei einer Traumafolgestörung zeigen?

  • vegetative Übererregung, die sich z.B. durch Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Wachsamkeit, erhöhte Schreckhaftigkeit und Reizbarkeit zeigt
  • Flashbacks, ungewollte wiederkehrende Erinnerungen an das Trauma
  • Vermeidenwollen von Gedanken und Gefühlen, die an das Trauma erinnern könnten
  • emotionale Taubheit, Schwierigkeit sich zu freuen oder zu trauern ist eingeschränkt
  • stark kontrollierendes Verhalten
  • wiederkehrende Ängste in Zusammenhang mit dem Erlebnis
  • selbstverletzendes Verhalten
  • dissoziative Zustände (Alle Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen, die wir sonst gleichzeitig und stimmig erleben, sind sekundenlang voneinander getrennt. Dieser Vorgang heißt „dissoziativ“
  • auch andere psychische Erkrankungen wie Depressionen, Zwangserkrankungen, Ängste

Was ist für mich als KlientIn wichtig?

Für eine wirksame Psychotherapie ist die Beziehung zum Therapeuten ein wesentliches Element. Daher ist es empfehlenswert gut auf das eigene Bauchgefühl zu achten, ob man sich im Kontakt wohl fühlt. Um eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen zu können, ist es hilfreich sich gut aufgehoben, verstanden zu fühlen und sich auch fachlich gut begleitet zu wissen. Für die Behandlung von Traumata gibt es viele Methoden, die Basis aller ist zunächst die Stabilisierung im Hier und Jetzt. Welche Methoden am wirksamsten sind hängt mit der eigenen Persönlichkeit sowie mit dem Trauma zusammen.

Die Behandlung von Traumata in meiner Praxis http://www.gepagoeschel.de/methoden/traumatherapie